BRÜCKEN 2016 - KARLHEINZ STOCKHAUSEN

Infos auch unter:

http://www.hmt-rostock.de/veranstaltungen/festival-bruecken.html 

20. – 27. November 2016

Im November 2016 wartet „Brücken“, das Festival für Neue Musik in Mecklenburg-Vorpommern, mit einer Besonderheit auf, denn es präsentiert mit Karlheinz Stockhausen einen Komponisten, dessen Werk bereits wenige Jahre nach seinem Tod (2007) unzweifelhaft dem „klassischen Erbe“ der Neuen Musik zuzurechnen ist. Das Festival unter der künstlerischen Leiter von Professor Peter Manfred Wolf startet mit einem Symposion und einem Eröffnungskonzert am Sonntag, den 20. November 2016. Bis zum 27. November folgen täglich Konzerte, Kurse, Vorträge und ein Schülerprojekt. Mit einer Sensation soll die Woche enden: die Aufführung von Stockhausens Helikopter-Streichquartett.

In Zusammenarbeit mit der Stockhausen Stiftung Kürten, der Hochschule für Musik und Theater Rostock und dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Komponistenverbandes widmet der Verein für Neue Musik M.-V. das Festival 2016 Karlheinz Stockhausen in dem Bewusstsein, mit ihm einen der wichtigsten und folgenreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts in den Focus zu rücken. Adäquat dazu sind die drei Säulen der Festivalwoche ausgebildet: Wissenschaftliche Aufarbeitung in einem Kongress und in Vorträgen, Konzerte mit Werken Stockhausens und von Komponisten, die bei ihm studiert haben oder auf andere Art durch seine Musik beeinflusst wurden, sowie Kurse für Studierende, Ensembles und Solisten. 

Stockhausen stand mit dem Festivalleiter Professor Peter Manfred Wolf in Kontakt und sollte eigens für das „Brücken“-Festival eine Komposition für sieben Hörner komponieren („KÖNIGLICHE HORNGARDE“), als er mitten in den Verhandlungen überraschend starb. „Der künstlerische Rang des Komponisten Karlheinz Stockhausen ließ mich von dem sonst zur Bedingung erhobenen Prinzip der Fokussierung auf einen lebenden und beim Festival anwesenden ‚composer in residence‘ für dieses Mal absehen“, erklärt Wolf. „Kaum ein Komponist des 20. Jahrhunderts - mit Ausnahme Schönbergs - weist wohl mit seinem Werk derart weit in die Zukunft und hat mit zahlreichen Werken Maßstäbe für Nachfolger gesetzt,“ ergänzt er.

Doch auch die Komponisten Mecklenburg-Vorpommerns werden wieder intensiv zu hören sein und in zwei Konzerten durch zwei Ensembles präsentiert werden. Ein drittes Konzert präsentiert die junge Komponistin Jung-A Lim mit einem Werk, das mit Unterstützung des Caspar-David-Friedrich-Stipendiums des Landes Mecklenburg-Vorpommern entstanden ist. Dass hierfür das weltberühmte Minguet Quartett gewonnen werden konnte, darf als Auszeichnung angesehen werden.